Im Bus beklaut PDF Drucken E-Mail

Richter: Raub ist kein Reisemangel

Frankfurt – Fallen Pauschalurlauber unter die Räuber, gehen sie vor Gericht leer aus. Das zeigt der Fall einer vierköpfigen Familie, die nach Brasilien reiste und noch im Transferbus zum Ferienhotel zusammen mit anderen Urlaubern ausgeraubt wurde.

Die Familie verlangte 5585 Euro von dem Reiseveranstalter für den Totalverlust ihres Gepäcks und eine Minderung des Reisepreises in Höhe von 2220 Euro. Das Unternehmen, so ihr Argument, hätte angesichts der Häufigkeit solcher Unfälle in der Gegend für Polizeischutz sorgen müssen. Das Landgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen 2-19 O 105/08) verwarf die Ansprüche. Überfälle, Diebstähle und Kriminalität gehörten in solchen Ländern zum „allgemeinen Lebensrisiko“. Davor könne kein Reiseveranstalter seine Kunden schützen.