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Öffentlicher Strand kein Reisemangel

Frankfurt am Main – Beschreibt ein Reiseveranstalter in seinem Katalog den Strand eines Ferienhotels nicht näher, liegt auch kein Qualitätsversprechen vor. Damit trifft das Unternehmen keine Schuld, kommt es zu Beschwerden über die unzureichende Güte des Badereviers.

Das Landgericht Frankfurt am Main (Aktenzeichen 2-24 S 258/07) verwarf nun die Klage einer Familie, die in dem öffentlich zugänglichen Strand einen Reisemangel sah. Die Türkei-Urlauber argumentierten, die Informationen im Reisekatalog – dort wurde nur auf die geringe Distanz zum Meer hingewiesen – hätte die Schlussfolgerung nahe gelegt, es handele sich um einen Privatstrand. Die Richter wiesen die Ansprüche zurück. Nur wenn ein Reiseveranstalter ausdrücklich eine Privatstrand-Zusage abgibt oder den Strand in der Werbung entsprechend hervorhebt, sei er entsprechend in der Pflicht. Zudem hätten sich in dem Prospekt auch Angaben zu den Entfernungen zum Flughafen und Ortskern gefunden – kein vernünftiger Mensch komme da auf die Idee, das Unternehmen für deren Zustand haftbar zu machen.