Notlandung PDF Drucken E-Mail

Kaum Geld zurück trotz Horrortrip

Duisburg – Eine Notlandung im Ferienflieger ist ein Reisemangel. Das zeigt ein Urteil des Landgerichts Duisburg (Aktenzeichen 12 S 116/08). Es befand über den Fall eines Ehepaares, das auf dem Rückflug von einem Türkei-Urlaub Todesangst ausstand – bevor der Jet auf dem Weg von Antalya nach Köln/Bonn in Istanbul zu einer Notlandung ansetzte. Nur mit Mühe war es zuvor der Crew gelungen, im dem stark schwankenden Jet eine defekte Hecktür von Hand geschlossen zu halten.

Weil der Horrortrip den Erholungswert zunichte gemacht hatte, forderten die zu Tode erschreckten Pauschalurlauber den gesamten Reisepreis zurück. Doch sie bekamen nur einen Tag erstattet. Der Urlaub selbst sei, bis auf den Tag der Rückreise, schließlich „im Wesentlichen mangelfrei gewesen“, urteilten die Richter. Allerdings hätte das Ehepaar wegen der Angstzustände auf Schmerzensgeld pochen können. Eine solche Forderung fand sich in der Klageschrift aber nicht.