Jugendreisen PDF Drucken E-Mail

Keine Betreuung rund um die Uhr

Diese Jugendreise nach Finnland blieb nicht ohne Folgen: Vier Teenager hatten sich als „Saunameister“ zum Holzhacken gemeldet. Betreuer erklärten ihnen Praxis und Gefahren, schon an den Tagen darauf führten die Jugendlichen die Arbeit dann selbstständig und ohne Beaufsichtigung durch. Da passierte es: Als zwei von ihnen wieder Feuerholz machten, fiel ein Holzscheit um, den einer der beiden 16-Jährigen aufrichten wollte. Dabei traf ihn die Axt des anderen - der linke Zeigefinger war ab.

Ansprüche auf Schmerzensgeld wies das Landgericht Bielefeld (2 O 228/07) jedoch ab. Der Reiseveranstalter habe nicht die Pflicht gehabt, Jugendliche dieses Alters durch die Betreuer ständig beaufsichtigen zu lassen. Der verletzte junge Mann hätte selbst die Gefahren des Holzhackens erkennen und entsprechend vorsichtig handeln müssen. Er habe die ihm gelehrten Verhaltensmaßregeln in grober Weise missachtet.