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Motorlärm ist kein Klagegrund

Fühlen sich Kunden auf einer Kreuzfahrt von Motorgeräuschen gestört und klagen dagegen später, gehen sie vor Gericht leer aus. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts München (242 C 16 587/07), das die Ansprüche eines Ehepaares zurückwies. Die Seereisenden forderten nach einer Kreuzfahrt durch das Mittelmeer 40 Prozent des Reisepreises zurück, weil in ihrer Kabine im Heck des Schiffes der Lärm größer war als in anderen Quartieren der gebuchten Kategorie.

Die Richter verwarfen die Ansprüche mit dem Argument, dass Motorgeräusche an Bord eines Kreuzfahrtschiffes typisch sind. Auch wenn ein Passagier den Lärmpegel als zu hoch empfindet, rechtfertige dessen subjektive Wahrnehmung keine Preisminderung.